Vom 12. – 14.09.2025 finden in Hamburg die „SMASH CRUISESHIT“ Aktionstage statt. Anlässlich der von grenzenlosem Greenwashing gezeichneten „Cruise days“ im Hamburger Hafen werden Info-Veranstaltungen, Protest und Netzwerktreffen stattfinden.

Programm:
Freitag, 12.09.2025: Netzwerktreffen gegen Kreuzfahrtschiffe. Anmeldung für interessierte Gruppen, NGOs etc. unter smashcruiseshit[at]riseup.net.
Samstag, 13.09.2025: Öffentlicher Konferenztag. Workshops, Vorträge und Treffen.
Ort: Raum 0029, Von-Melle-Park 5 , Uni Hamburg
- 12:00 Initiative gegen Kreuzfahrt Kiel: Die Schattenseiten der Kreuzfahrtindustrie
- 13:30 zeit.fläche: Vom Exklusiv-Urlaub der Eliten zum Massentourismus – eine kritische Geschichte der Kreuzfahrt
- 15:00 Mittagessen gegen Spende
- 16:00 Initiative Smash Cruiseshit: Protest aber wie? Ideen für kreativen Klimaaktivismus
- 18:00 NABU: Cruise industry impact on local air pollution, port communities, water ecosystems and climate
Sonntag, 14.09.2025: Protesttag. Bunter, niedrigschwelliger Protest gegen die Kreuzfahrtindustrie und die Cruise Days. Treffen für interessierte Personen am Samstag im Rahmen des öffentlichen Konferenztags.
https://kreuzfahrt.nirgendwo.info/smashcruiseshit2025/
Kurzbeschreibung von unserem Vortrag:
Wer an einer Kreuzfahrt teilnehmen kann und wie diese Urlaubsform in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, hängt stark mit der Gesellschaftsstruktur, dem Wirtschaftssystem und der jeweils vorherrschenden politischen Ideologie zusammen. Die Kreuzfahrt im heutigen Sinne geht auf Entwicklungen des 19. Jahrhunderts zurück. Sie bot den großen Reedereien eine willkommene Möglichkeit, ihr Portfolio von Passagierverbindungen um Luxusreisen für die zahlungskräftige Elite zu erweitern. Die Nationalsozialisten schufen mit dem Freizeitwerk „Kraft durch Freude“ eine Organisation, die es einfachen Arbeiter*innen erstmals ermöglichte, an Pauschalreisen teilzunehmen. Kreuzfahrten waren ein wesentlicher Bestandteil des Programmes, welches Zustimmung für ein unterdrückerisches Regime generieren sollte. Auch im „real existierenden Sozialismus“ der DDR gab es staatlich organisierte Kreuzfahrten. Die betont egalitären Kabinen sollten ein Spiegel der Gesellschaft sein, doch tatsächlich war der Urlaub nur besonders partei-treuen Personen vorbehalten. Im neoliberalen Kapitalismus steht die Kreuzfahrt für individuelle Freiheit und maximales Urlaubsvergnügen zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Die Kosten für Umwelt und Allgemeinheit werden ausgeblendet.
